Mut, Schnelligkeit, Experimentierfreude und Risikobereitschaft: Unter dem Titel «The Startup Mindset» widmet sich die Ausgabe 2026 von fribourg.swiss – dem offiziellen Magazin der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF) – der Denkweise von Start-ups und dem gesamten Umfeld, das ihre Entwicklung fördert. Forschung, Technologietransfer, Unterstützung, Innovationsstandorte oder die Zusammenarbeit mit etablierten Unternehmen: Das Magazin beleuchtet die vielfältigen Facetten der Freiburger Start-up-Szene und zeigt, wie die Start-up-Mentalität über die Jungunternehmen selbst hinauswirkt. Die neue Ausgabe wurde im Marly Innovation Center (MIC) vorgestellt.
Start-ups spielen in der Freiburger Wirtschaftslandschaft eine wichtige Rolle. Sie entstehen aus der akademischen Forschung oder dem industriellen Umfeld und entwickeln sich in einem Netzwerk, das in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Mit «The Startup Mindset» taucht die Ausgabe 2026 von fribourg.swiss in diese Welt ein und zeigt zugleich, wie sich die Start-up-Mentalität über die Jungunternehmen hinaus verbreitet.
«Start-ups bringen Energie und Experimentierfreude in eine Wirtschaft, die sich laufend erneuern muss. Sie spielen zudem eine zentrale Rolle beim Transfer von Innovationen in den Markt, indem sie vielversprechende Ideen in konkrete Lösungen umwandeln, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen. Dabei können sie auf ein eng vernetztes Freiburger Ökosystem mit kurzen Wegen zählen», betont Staatsrat Olivier Curty, Vorsteher der Volkswirtschafts- und Berufsbildungsdirektion.
Unterschiedliche Wege
Mit ihrem Wachstum müssen auch Start-ups ihre Organisation weiterentwickeln. Bcomp, heute ein Unternehmen mit 80 Mitarbeitenden, zeigt, wie die Agilität der Anfangszeit zunehmend mit den Prozessen eines Industrieunternehmens in Einklang gebracht werden muss. Venturi Lab hingegen sah sich nie als Start-up, setzt aber auf Prinzipien, die typischerweise damit verbunden werden – insbesondere kurze Zyklen bei Entwicklung, Tests und Optimierung.
Das Magazin beleuchtet auch die Synergien zwischen Jungunternehmen und etablierten Firmen. Overney Technologie hat sich mit dem Familien-KMU Zbinden Posieux zusammengeschlossen, um eine Innovation für die Landwirtschaft zu einem industriell herstellbaren Produkt weiterzuentwickeln: Das eine Unternehmen bringt sein Konzept und technologisches Know-how ein, das andere Produktionskapazitäten und Erfahrung in Forschung und Entwicklung.
Ein diversifiziertes «Portfolio»
Für Jerry Krattiger, Direktor der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg, ist diese Vielfalt ein wichtiger Faktor der Wirtschaftsentwicklung: «Start-ups gehören zum Portfolio einer leistungsfähigen Wirtschaft – genauso wie KMU und Grossunternehmen. Sie bringen neue Technologien ein, erschliessen neue Märkte und schaffen neues Potenzial. Es geht nicht darum, auf ein einziges Modell zu setzen, sondern unterschiedliche Akteure zusammenzubringen, die sich ergänzen, gegenseitig stärken und so für eine konstante und notwendige wirtschaftliche Erneuerung sorgen.»
Diese Vielfalt stützt sich auf ein Netzwerk, das Unternehmen in verschiedenen Entwicklungs-phasen begleitet. Fri Up unterstützt Unternehmerinnen und Unternehmer, während Hochschulen sowie ihre Institute und Kompetenzzentren wie ChemTech den Weg von der Forschung zur Industrialisierung erleichtern. Innovationsstandorte wie AgriCo, bluefactory, Le Vivier und das MIC bieten ihrerseits ein auf die Bedürfnisse der Unternehmen zugeschnittenes Umfeld.
Lancierung im Marly Innovation Center
Die Ausgabe 2026 von fribourg.swiss wurde am 23. September im Marly Innovation Center vorgestellt. Nach der Begrüssung durch Jerry Krattiger diskutierten Mathieu Piller (Marly Innovation Center), Olivier Curty und Noam Rey (CIC Schweiz, Hauptpartnerin des Magazins) über Unternehmertum und Start-up-Mentalität.
Anschliessend stellte Marc Pauchard, strategischer Berater für Innovation, Forschung und Ökosystementwicklung, die Hebel des Start-up-Geists vor, von denen sich KMU zur Förderung ihrer Innovationskraft inspirieren lassen können. An der Podiumsdiskussion «Was wir von Start-ups lernen können» nahmen Brigitte Baumann, Business Angel und Gründerin von efino, Sarah Cattin, CTO und Mitgründerin von Xemperia, Ciril Stebler, CEO und Mitgründer von velocorner.ch, sowie Yann Steulet, Direktor von Fri Up, teil.
fribourg.swiss – Wirtschaftliche und internationale Visitenkarte des Kantons
Das offizielle Magazin der Wirtschaftsförderung Kanton Freiburg (WIF), fribourg.swiss, wurde 2001 unter dem Namen Fribourg Network Freiburg lanciert und erhielt 2025 seine neue Identität. Das jährlich erscheinende Magazin präsentiert das Know-how des Kantons anhand seiner Unternehmen, Bildungsinstitutionen, Innovationsstandorte und Kompetenzzentren. In den vergangenen Jahren widmete es sich unter anderem der Biowirtschaft, Industrie 4.0, dem Technologietransfer, dem Bauwesen, den Life Sciences und dem Luxussegment. Seit 2026 ist die Bank CIC (Schweiz) Hauptpartnerin des Magazins. fribourg.swiss erscheint digital auf Deutsch, Französisch und Englisch sowie gedruckt auf Englisch und richtet sich an Wirtschaftskreise in der Schweiz und im Ausland. Die Printausgabe 2026 erscheint am 23. September in einer Auflage von 2000 Exemplaren.