{"id":4448,"date":"2026-09-23T14:13:33","date_gmt":"2026-09-23T12:13:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fribourg.swiss\/comprendre-la-pollution-pour-ameliorer-la-qualite-de-lair\/"},"modified":"2026-09-23T14:54:02","modified_gmt":"2026-09-23T12:54:02","slug":"luftverschmutzung-verstehen-fuer-eine-bessere-luftqualitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fribourg.swiss\/de\/luftverschmutzung-verstehen-fuer-eine-bessere-luftqualitaet\/","title":{"rendered":"\u00abLUFTVERSCHMUTZUNG VERSTEHEN F\u00dcR EINE BESSERE LUFTQUALIT\u00c4T\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;]<div class=\"titre article\">\u00abLUFTVERSCHMUTZUNG VERSTEHEN F\u00dcR EINE BESSERE LUFTQUALIT\u00c4T\u00bb<\/div><div class=\"sous-titre\">PARTICLE VISION | <span class=\"date\">23.09.2026<\/span><\/div>[\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][vc_single_image image=&#8220;4351&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; onclick=&#8220;custom_link&#8220; css=&#8220;&#8220; link=&#8220;https:\/\/www.fribourg.swiss\/&#8220;][vc_column_text][\/vc_column_text][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]Juanita Rausch, CEO von Particle Vision, im Feldeinsatz: Die von ihrem Unternehmen entwickelte Technologie erm\u00f6glicht es, die Herkunft der Luftverschmutzung Partikel f\u00fcr Partikel zu ermitteln.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;5\/12&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Das aus der Universit\u00e4t Freiburg hervorgegangene Unternehmen Particle Vision hat eine Technologie entwickelt, um Feinstaubpartikel in der Luft zu identifizieren und deren Herkunft zu ermitteln. Juanita Rausch, Direktorin des 2011 gegr\u00fcndeten Unternehmens, blickt auf den Weg von der Forschung zur Markteinf\u00fchrung zur\u00fcck und spricht \u00fcber die damit verbundenen Herausforderungen und den Geist eines Start-ups, den sich Particle Vision trotz f\u00fcnfzehn Jahren Unternehmensgeschichte bewahren will.<\/strong>[\/vc_column_text]<div class='row'><div class='col-lg-12 module-buttons 0'><a href='https:\/\/www.particle-vision.ch\/de\/' class='button' target='_blank'>Particle Vision<\/a><br \/><\/div><\/div>[\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;5\/12&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Juanita Rausch, was lernen wir von Particle Vision \u00fcber die Luft, die wir einatmen?<\/strong><\/p>\n<p>Dank Particle Vision verstehen wir besser, was sich hinter der Luftverschmutzung versteckt. Dank unserer Technologie k\u00f6nnen wir die in der Luft schwebenden Feinstaubpartikel identifizieren und klassifizieren \u2013 v. a. PM10 und PM2,5 \u2013 und vor allem ihre Herkunft ermitteln. Durch die Analyse ihrer Zusammensetzung und ihrer Quellen k\u00f6nnen wir Industrieunternehmen, Forschenden oder Beh\u00f6rden n\u00fctzliche Informationen liefern, damit sie gezielter handeln k\u00f6nnen. Wir sind \u00fcberzeugt, dass das Verst\u00e4ndnis der Luftverschmutzung der erste Schritt ist, um die Luftqualit\u00e4t zu verbessern.<\/p>\n<p><strong>Wie entstand die Idee f\u00fcr diese Technologie?<\/strong><\/p>\n<p>Die Idee entstand aus einer einfachen Frage: Welche Partikel atmen wir eigentlich jeden Tag ein, und welche davon sind f\u00fcr hohe Konzentrationen oder gar Grenzwert\u00fcberschreitungen verantwortlich? Lange Zeit wurde die Luftverschmutzung haupts\u00e4chlich anhand der Menge der vorhandenen Partikel gemessen. Das erkl\u00e4rt jedoch nicht, woher sie stammen. Wir erkannten, dass wir bisher verborgene Informationen sichtbar machen k\u00f6nnen, indem wir jedes Partikel einzeln untersuchen und modernste bildgebende Verfahren mit der Analyse seiner chemischen Zusammensetzung und k\u00fcnstlicher Intelligenz kombinieren. Daraus entstand die Grundlage f\u00fcr Particle Vision.<\/p>\n<p><strong>Inwiefern unterscheidet sich Ihr Ansatz von herk\u00f6mmlichen Methoden?<\/strong><\/p>\n<p>Herk\u00f6mmliche Methoden messen haupts\u00e4chlich die Gesamtmasse der Partikel oder die allgemeine chemische Zusammensetzung einer Probe. Das ist in etwa so, wie wenn man alle Zutaten f\u00fcr einen Salat zu einem Smoothie mixen w\u00fcrde: Man weiss zwar, was insgesamt drin ist, kann jedoch nicht mehr die einzelnen Zutaten unterscheiden. Wir hingegen untersuchen Tausende von einzelnen Partikeln nach Gr\u00f6sse, Form, chemischer Zusammensetzung und ihren Oberfl\u00e4cheneigenschaften. Mithilfe k\u00fcnstlicher Intelligenz werden anschliessend ihre Fingerabdr\u00fccke mit unserer Bibliothek mit Hunderttausenden von Partikeln abgeglichen, um ihre Herkunft zu ermitteln. So k\u00f6nnen wir beispielsweise Brems- oder Reifenabrieb oder auch Strassenstaub unterscheiden.<\/p>\n<p><strong>In welchen Bereichen wird Ihre Technologie heute eingesetzt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Anwendungsbereiche sind sehr vielf\u00e4ltig. Wir helfen unter anderem Zementwerken, Stahlunternehmen, Recyclingfirmen, Bahngesellschaften und Reifenherstellern dabei, ihre Emissionen besser zu verstehen und zu reduzieren. Wir arbeiten auch mit Forschenden zusammen, beispielsweise am PSI und an der Empa, sowie mit Instituten in Europa, den USA und S\u00fcdamerika. Auch Umweltbeh\u00f6rden wie das BAFU nutzen unser Fachwissen. Unsere Technologie kann dazu dienen, industrielle Emissionen zu untersuchen, die Herkunft unerkl\u00e4rlicher Staubablagerungen zu ermitteln oder einen Beitrag zu grossen internationalen Forschungsprojekten zu leisten. Unsere Arbeit findet h\u00e4ufig im Labor statt, ihre Anwendungen sind jedoch sehr konkret.<\/p>\n<p><strong>Particle Vision hat seinen Ursprung in der Forschung. Was \u00e4ndert sich bei der Umwandlung eines wissenschaftlichen Projekts in ein Unternehmen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Umsetzung wissenschaftlicher Forschung in eine kommerzielle T\u00e4tigkeit ist ebenso spannend wie anspruchsvoll. Die Entwicklung der Technologie war nur ein Teil der Herausforderung: Wir mussten sie auch zuverl\u00e4ssig und benutzerfreundlich gestalten und gew\u00e4hrleisten, dass sie die konkreten Probleme unserer Kunden wirksam l\u00f6sen kann. Als kleines Unternehmen mussten wir zudem ihr Vertrauen gewinnen und beweisen, dass unser Ansatz einzigartige und wissenschaftlich validierte Informationen liefert. Aus diesem Grund publizieren wir weiterhin wissenschaftliche Artikel \u00fcber unsere Methodik und pr\u00e4sentieren unsere Ergebnisse an internationalen Tagungen.<\/p>\n<p><strong>Was war die gr\u00f6sste Herausforderung auf diesem Weg? Und worauf sind Sie besonders stolz?<\/strong><\/p>\n<p>Innovation braucht Zeit. Eine unserer gr\u00f6ssten Herausforderungen bestand darin, weiterhin in die Forschung zu investieren und gleichzeitig die Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Besonders stolz sind wir hingegen darauf, dass unsere Technologie in wichtigen und sinnvollen internationalen Projekten eingesetzt wird. Es ist sehr befriedigend, wenn unsere Arbeit dazu beitr\u00e4gt, Fragen zu beantworten, auf die es zuvor keine Antworten gab, und letztlich die Gesundheit der Menschen und die Umwelt zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Nach f\u00fcnfzehn Jahren ist Particle Vision streng genommen kein Start-up mehr. Haben Sie sich dennoch das Mindset eines Start-ups bewahrt?<\/strong><\/p>\n<p>Auf jeden Fall. Als kleines Unternehmen k\u00f6nnen wir flexibel, neugierig und kreativ bleiben. Wir k\u00f6nnen schnell reagieren, neue Ideen erkunden und eng mit unseren Partnern zusammenarbeiten, um innovative L\u00f6sungen zu entwickeln. Ge\u00e4ndert hat sich unsere Erfahrung. Nach mehr als einem Jahrzehnt haben wir uns fundiertes Fachwissen angeeignet, internationale Kooperationen aufgebaut und eine bew\u00e4hrte Technologie entwickelt. Dabei haben wir nie die Lust verloren, uns weiter zu verbessern und neue M\u00f6glichkeiten zu erkunden.<\/p>\n<p><strong>Particle Vision ist ein Spin-off der Universit\u00e4t Freiburg. Welche Rolle hat das Freiburger \u00d6kosystem auf Ihrem Weg gespielt?<\/strong><\/p>\n<p>Die Idee f\u00fcr Particle Vision entstand an der Universit\u00e4t Freiburg. In den ersten Jahren war die Unterst\u00fctzung des Departements f\u00fcr Geowissenschaften von entscheidender Bedeutung. Unser ehemaliger Doktorvater, Professor Bernard Grob\u00e9ty, glaubte an unsere Vision und erm\u00f6glichte uns den Zugang zum Mikroskopielabor und zu den Analyseeinrichtungen. So konnten wir unsere Technologie weiterentwickeln, bevor wir in unsere eigene Ausr\u00fcstung investieren konnten. Sp\u00e4ter wurden wir auch von Fri Up und der Wirtschaftsf\u00f6rderung unterst\u00fctzt. Freiburg bietet ein innovationsfreundliches Umfeld, das eine starke wissenschaftliche Gemeinschaft mit einem kooperativen unternehmerischen \u00d6kosystem verbindet. Auch seine zentrale Lage \u2013 sowohl in der Schweiz als auch in Europa \u2013 ist ein Vorteil f\u00fcr unsere internationalen Aktivit\u00e4ten.<\/p>\n<p><strong>Welche Ziele haben Sie f\u00fcr Particle Vision?<\/strong><\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten die Grenzen der Partikelanalyse weiter ausloten, indem wir neue Technologien und k\u00fcnstliche Intelligenz nutzen. Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, die sehr detaillierten Informationen, die unsere Technologie liefert, mit Echtzeitmessungen der Luftqualit\u00e4t zu kombinieren. Durch die Zusammenf\u00fchrung dieser beiden Quellen wollen wir Verschmutzungsereignisse und ihre Ursachen schneller und genauer identifizieren. Unser Ziel besteht nicht einfach darin, mehr Daten zu generieren, sondern sie in n\u00fctzliches Wissen umzuwandeln, damit Forschende, Industrie und Beh\u00f6rden fundiertere Entscheidungen treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Welchen Rat w\u00fcrden Sie Forschenden oder Studierenden geben, die dar\u00fcber nachdenken, aus einer Innovation ein Unternehmen zu machen?<\/strong><\/p>\n<p>Haben Sie keine Angst davor, Ihre Komfortzone zu verlassen. Eine gute Idee ist nur der Anfang. Innovation verl\u00e4uft selten auf einem vorgezeichneten Weg, aber Neugier, Ausdauer, Leidenschaft und Zusammenarbeit k\u00f6nnen Sie sehr weit bringen. Bleiben Sie offen daf\u00fcr, in verschiedenen Bereichen dazuzulernen, und lassen Sie sich von R\u00fcckschl\u00e4gen nicht entmutigen. Und treten Sie von Zeit zu Zeit einen Schritt zur\u00fcck und fragen Sie sich, ob Sie noch immer die Ziele und Beweggr\u00fcnde verfolgen, die Ihnen am wichtigsten sind \u2013 sowohl beruflich als auch pers\u00f6nlich \u2013 oder ob es an der Zeit ist, etwas anzupassen.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][vc_single_image image=&#8220;4351&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; onclick=&#8220;custom_link&#8220; css=&#8220;&#8220; 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