{"id":4424,"date":"2026-09-23T13:29:28","date_gmt":"2026-09-23T11:29:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fribourg.swiss\/?p=4424"},"modified":"2026-09-23T13:30:07","modified_gmt":"2026-09-23T11:30:07","slug":"the-best-of-the-best-aber-nach-freiburger-art","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fribourg.swiss\/de\/the-best-of-the-best-aber-nach-freiburger-art\/","title":{"rendered":"\u00abTHE BEST OF THE BEST&#8230; ABER NACH FREIBURGER ART\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;]<div class=\"titre article\">\u00abTHE BEST OF THE BEST&#8230; ABER NACH FREIBURGER ART\u00bb<\/div><div class=\"sous-titre\">BRIGITTE BAUMANN \/ YANN STEULET | <span class=\"date\">23.09.2026<\/span><\/div>[\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][vc_single_image image=&#8220;4417&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; onclick=&#8220;custom_link&#8220; css=&#8220;&#8220; link=&#8220;https:\/\/www.fribourg.swiss\/&#8220;][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;5\/12&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>F\u00fcr eine Unternehmensgr\u00fcndung braucht es mehr als die Entwicklung einer Technologie. Es ist auch n\u00f6tig, die passenden Partner zu finden, bei Investoren \u00dcberzeugungsarbeit zu leisten und eine Innovation in ein Gesch\u00e4ftsmodell umzusetzen. Yann Steulet, Direktor von Fri Up, und Brigitte Baumann, Serial Entrepreneur, Business Angel und Seed-Fonds-Managerin, erkl\u00e4ren, weshalb das Freiburger \u00d6kosystem seine St\u00e4rke seiner \u00fcberschaubaren Gr\u00f6sse, den engen Verbindungen zwischen Forschung und Industrie sowie einer echten Kultur der Zusammenarbeit verdankt.<\/strong>[\/vc_column_text]<div class='row'><div class='col-lg-12 module-buttons 0'><a href='https:\/\/www.friup.ch\/de\/' class='button' target='_blank'>Fri up<\/a><br \/><a href='https:\/\/www.brigittebaumann.com\/' class='button' target='_blank'>Brigitte Baumann<\/a><br \/><\/div><\/div>[\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;5\/12&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Der Kanton Freiburg zieht immer mehr Start-ups von ausserhalb an. Wie beurteilen Sie diese Projekte?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Yann Steulet:<\/strong> Unsere erste Frage ist nicht nur, ob die Technologie genial ist. Wir pr\u00fcfen auch, ob sie wirklich zu Freiburg passt. Kann sie auf ChemTech, das Adolphe Merkle Institute, das Smart Living Lab oder andere im Kanton vorhandene Kompetenzen zur\u00fcckgreifen? Gemeinsam mit Brigitte hat Fri Up einen Screening-Prozess entwickelt, der sowohl die Eignung f\u00fcr das \u00d6kosystem als auch das kommerzielle Potenzial bewertet. Das Ziel ist es, sehr rasch herauszufinden, ob in Freiburg die Entwicklung des Projekts tats\u00e4chlich beschleunigt werden kann.<\/p>\n<p><strong>Brigitte Baumann:<\/strong> Das Spezielle daran ist, dass bereits diese erste Bewertung einen Mehrwert f\u00fcr den Unternehmer schafft. An vielen Orten muss man erst ein langes Bewerbungsformular ausf\u00fcllen, bevor entschieden wird, ob man zu einem Treffen eingeladen wird. Hier ist es fast umgekehrt. Der Unternehmer schickt uns einige Informationen, manchmal einfach nur seine Website. Wir bereiten das Treffen vor \u2013 heute auch mit Hilfe von KI \u2013, um bereits in der ersten Stunde \u00fcber die wirklichen Herausforderungen sprechen zu k\u00f6nnen. Der Unternehmer geht bereits mit konkreten Anregungen nach Hause.<\/p>\n<p><strong>Vor f\u00fcnfzehn Jahren verband man Freiburg nicht unbedingt mit Technologie-Start-ups. Was hat sich ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n<p><strong>YS:<\/strong> Das \u00d6kosystem hat sich enorm weiterentwickelt. Als ich vor vier Jahren zu Fri Up stiess, war der Auftrag klar: Freiburg auf ein neues Level zu f\u00fchren, indem wir die Entwicklung von Start-ups mit hoher Wertsch\u00f6pfung f\u00f6rdern. Gleichzeitig haben Unternehmen wie Bloom Biorenewables und Seprify gezeigt, dass es durchaus m\u00f6glich ist, auf die wissenschaftlichen Kompetenzen und Infrastrukturen des Kantons zur\u00fcckzugreifen. Wenn wir heute ein Start-up an ein Freiburger Institut verweisen, wissen wir, dass es dort Ansprechpartner findet, die rasch auf seine Bed\u00fcrfnisse eingehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>BB:<\/strong> Mir gef\u00e4llt, dass Freiburg nie versucht hat, andere \u00d6kosysteme zu kopieren. Der Kanton hat beobachtet, was anderswo funktioniert, um das Beste davon zu \u00fcbernehmen und mit dem zu erg\u00e4nzen, was Freiburg einzigartig macht. The best of the best&#8230; aber nach Freiburger Art. Zum Beispiel bleiben die Strukturen \u00fcberschaubar: Die Akteure kennen sich, Entscheide k\u00f6nnen rasch getroffen und neue Arbeitsmethoden ohne grossen Aufwand eingef\u00fchrt werden. Small is beautiful. Diesen Geist gilt es zu bewahren.<\/p>\n<p><strong>YS:<\/strong> Die andere wichtige Entwicklung ist die st\u00e4rkere Zusammenarbeit von Forschung und Industrialisierung. Viele Start-ups m\u00fcssen nachweisen, dass ihre Technologie in gr\u00f6sserem Massstab produziert werden kann. Dank Strukturen wie ChemTech k\u00f6nnen sie diesen Schritt meistern, ohne sofort eigene Anlagen bauen zu m\u00fcssen. Diese M\u00f6glichkeit ist bei Unternehmern in der Schweiz wie auch international sehr gefragt und stellt einen grossen Vorteil f\u00fcr Freiburg dar.<\/p>\n<p><strong>Wie \u00e4ussert sich diese N\u00e4he konkret?<\/strong><\/p>\n<p><strong>YS:<\/strong> Wenn ein Start-up eine L\u00f6sung im Energiebereich entwickelt, kann ich einfach den Strategieverantwortlichen eines unserer Industriepartner anrufen und sofort die richtigen Ansprechpartner ausfindig machen. Wenig sp\u00e4ter sitzen alle an einem Tisch. So gewinnen wir wertvolle Zeit. F\u00fcr ein junges Unternehmen k\u00f6nnen bereits ein paar Wochen einen entscheidenden Unterschied machen.<\/p>\n<p><strong>BB:<\/strong> Hinzu kommt echte Lebensqualit\u00e4t. Ein Start-up rekrutiert nicht nur Ingenieure. Es muss Talente \u00fcberzeugen, an einen bestimmten Ort zu ziehen. Freiburg erf\u00fcllt viele Kriterien: Es liegt zwischen Lausanne und Z\u00fcrich, bietet ein attraktives Umfeld und eine solide industrielle Basis.<\/p>\n<p><strong>Was muss ein Unternehmen \u2013 abgesehen von der Idee \u2013 sonst noch mitbringen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>BB:<\/strong> Die F\u00e4higkeit, die richtige Balance zu finden: Unternehmerinnen und Unternehmer m\u00fcssen vision\u00e4r sein, zugleich aber die Bodenhaftung nicht verlieren, beharrlich bleiben, ohne stur zu sein und zuh\u00f6ren k\u00f6nnen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Und sie m\u00fcssen akzeptieren, dass sich die eigene Rolle ver\u00e4ndert: Ein f\u00fcnfk\u00f6pfiges Team, einschliesslich der Gr\u00fcnder, f\u00fchrt man nicht gleich wie ein Unternehmen mit f\u00fcnfzig Mitarbeitenden.<\/p>\n<p><strong>YS:<\/strong> Ich w\u00fcrde eine wichtige Eigenschaft hinzuf\u00fcgen: Man muss sich mit den richtigen Leuten umgeben. Die solidesten Projekte vereinen wissenschaftliche, technologische und unternehmerische Kompetenzen. Ein Start-up ist selten ein Einmannbetrieb.<\/p>\n<p><strong>F\u00fcr viele Start-ups bleibt der Zugang zu Finanzmitteln eine Herausforderung. Was erwarten Investoren von ihnen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>BB:<\/strong> Eine gute Technologie reicht nicht aus. Investoren suchen nach Unternehmen, die in der Lage sind, diese in ein tragf\u00e4higes Gesch\u00e4ftsmodell umzusetzen. Die Innovation muss erprobt, das Verfahren getestet und sein kommerzielles Potenzial unter Beweis gestellt werden. Die verschiedenen Kompetenzzentren in Freiburg unterst\u00fctzen Start-ups bei der Bew\u00e4ltigung einiger dieser Schritte, indem sie die erforderlichen Investitionen vor einer ersten Kapitalbeschaffung begrenzen.<\/p>\n<p><strong>YS:<\/strong> Genau hier kommen wir ins Spiel. In der Zeit zwischen der Entwicklung der Idee und der ersten Finanzierungsrunde muss nachgewiesen werden, dass die Technologie funktioniert, es einen Markt daf\u00fcr gibt und das Team in der Lage ist, das Projekt erfolgreich umzusetzen. Bei Fri Up bereiten wir die Unternehmen zusammen mit Brigitte auf die Erwartungen der Investoren vor. Dadurch sind sie bei der Suche nach Finanzmitteln deutlich besser aufgestellt.<\/p>\n<p><strong>BB:<\/strong> Die n\u00e4chste Herausforderung besteht darin, Freiburg bei internationalen Investoren bekannter zu machen. Das \u00d6kosystem ist heute sehr solide, muss aber an Sichtbarkeit gewinnen.<\/p>\n<p><strong>Welche mittelfristigen Ziele verfolgen Sie f\u00fcr das Freiburger \u00d6kosystem?<\/strong><\/p>\n<p><strong>BB:<\/strong> Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass Freiburg zu einem f\u00fchrenden Standort f\u00fcr Biowirtschaft in Europa und sogar weltweit wird. Lange Zeit war man \u00fcberzeugt, dass die Mehrkosten gr\u00fcner Technologien die Vorteile \u00fcberwiegen. Heute erf\u00fcllen sie echte wirtschaftliche Bed\u00fcrfnisse und die Unternehmen sind bestrebt, lokale Ressourcen optimal zu nutzen, ihre Lieferketten zu sichern und bestimmte Produktionsprozesse wieder zu industrialisieren. Freiburg verf\u00fcgt \u00fcber alle Voraussetzungen, um bei diesem Wandel eine wichtige Rolle zu spielen.<\/p>\n<p><strong>YS:<\/strong> Dieser Wandel ist bereits im Gange. Immer mehr Start-ups entwickeln L\u00f6sungen, die auf lokal verf\u00fcgbaren Ressourcen basieren, seien es Werkstoffe, Energie oder Biomasse. Die Bio\u00f6konomie wird zu einem echten Treiber f\u00fcr die Wettbewerbsf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p><strong>BB:<\/strong> Mich stimmt optimistisch, dass Freiburg nicht versucht, Z\u00fcrich oder Boston zu kopieren. Der Kanton entwickelt sein eigenes Modell und st\u00fctzt sich dabei auf seine Kompetenzen, seine Industrie und seine F\u00e4higkeit, rasch die richtigen Leute und Institutionen zusammenzubringen. Wenn ich \u00fcber Freiburg spreche, ertappe ich mich \u00fcbrigens dabei, \u00abwir\u00bb zu sagen. Das ist vielleicht das gr\u00f6sste Kompliment, das ich machen kann!<\/p>\n<div style=\"border: 1px solid #000; background-color: #f9f9f9; padding: 15px; margin: 20px 0;\">\n<p><strong>Das Kreuzfahrtschiff und das Speedboat<\/strong><\/p>\n<p>Yann Steulet ist der Meinung, dass sich die Start-up-Mentalit\u00e4t nicht nur auf junge Unternehmen beschr\u00e4nkt. Vor seiner T\u00e4tigkeit bei Fri Up leitete er Innovationsprojekte bei Swisscom und Quickline. \u00abEin Grossunternehmen ist wie ein Kreuzfahrtschiff: Es bewegt sich kraftvoll vorw\u00e4rts, braucht aber viel Zeit, um den Kurs zu \u00e4ndern. Ein Start-up ist wie ein Speedboat: Es testet, passt sich an und wechselt st\u00e4ndig den Kurs. Wenn man versucht, ein innovatives Projekt innerhalb einer grossen Struktur zu entwickeln, wird es oft von internen Prozessen ausgebremst. Ein eigenst\u00e4ndiges Team hat die Freiheit zu experimentieren. Funktioniert die Idee, kann sie das ganze Unternehmen inspirieren.\u00bb<\/p>\n<p>F\u00fcr Brigitte Baumann k\u00f6nnen Grosskonzerne auch agiler werden, indem sie sich f\u00fcr Innovationen \u00f6ffnen, die ausserhalb ihres Konzerns entwickelt wurden. \u00abGrossunternehmen versuchen nicht mehr, alles intern zu entwickeln. Sie arbeiten zunehmend mit Start-ups zusammen oder kaufen vielversprechende Technologien auf. Angesichts der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Energiewende oder der Biowirtschaft wird diese offene Innovation unverzichtbar.\u00bb<\/p>\n<\/div>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][vc_single_image image=&#8220;4417&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; onclick=&#8220;custom_link&#8220; css=&#8220;&#8220; link=&#8220;https:\/\/www.fribourg.swiss\/&#8220;][vc_column_text][\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;5\/12&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]F\u00fcr eine Unternehmensgr\u00fcndung braucht es mehr als die Entwicklung einer Technologie. 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