{"id":4127,"date":"2026-02-10T09:03:28","date_gmt":"2026-02-10T08:03:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fribourg.swiss\/?p=4127"},"modified":"2026-02-10T09:04:02","modified_gmt":"2026-02-10T08:04:02","slug":"wir-wollten-weg-vom-klassischen-business-schuh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fribourg.swiss\/de\/wir-wollten-weg-vom-klassischen-business-schuh\/","title":{"rendered":"\u00abWIR WOLLTEN WEG VOM KLASSISCHEN BUSINESS-SCHUH\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;]<div class=\"titre article\">\u00abWIR WOLLTEN WEG VOM KLASSISCHEN BUSINESS-SCHUH\u00bb<\/div><div class=\"sous-titre\">KANREY | <span class=\"date\">10.02.2026<\/span><\/div>[\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][vc_single_image image=&#8220;4077&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; css=&#8220;&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<\/p>\n<p style=\"margin-top: 10px;\">Mit KANREY entwerfen Kuno Andrey (l.) und Kevin Fries eine andere Art, Eleganz zu tragen.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;5\/12&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>Beide sind 47 Jahre alt, tragen Schuhgr\u00f6sse 42 und teilen den gleichen Anspruch an Herrenschuhe. Mit KANREY wollten Kuno Andrey, ein Freiburger der bei Nike und Adidas t\u00e4tig war, und der mehrfach international ausgezeichnete Z\u00fcrcher Designer Kevin Fries einen hybriden Schuh entwickeln \u2013 an der Schnittstelle zwischen formeller Eleganz und dem Komfort eines Sneakers. Austauschbare Aussensohle, vollst\u00e4ndiges Recycling, ein starkes Freiburger Netzwerk und eine europ\u00e4ische Produktion: KANREY steht f\u00fcr eine innovative und nachhaltige Vision des Premium-Schuhs. In diesem Interview blickt Kuno Andrey auf die Entstehung der Marke zur\u00fcck, spricht \u00fcber technologische Entscheidungen und erl\u00e4utert die klare Positionierung im gehobenen Segment \u2013 von Freiburg aus und mit eindeutig internationaler Ausrichtung.<\/strong>[\/vc_column_text]<div class='row'><div class='col-lg-12 module-buttons desktop'><a href='https:\/\/kanrey.com\/de' class='button' target='_blank'>KANREY<\/a><br \/><\/div><\/div>[\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;5\/12&#8243;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;]<strong>KANREY entstand aus einem pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnis. Wann wurde daraus ein unternehmerisches Projekt?<br \/>\n<\/strong>Ich habe lange in der Schuhbranche gearbeitet: eine Lehre bei Universal Sport, danach T\u00e4tigkeiten bei Adidas w\u00e4hrend meines Studiums und sp\u00e4ter bei Nike nach dem Abschluss. Ich war an Sneakers gew\u00f6hnt \u2013 also an Komfort. Als ich begann, f\u00fcr den Arbeitsalltag nach formelleren Schuhen zu suchen, fiel mir der Mangel an echten Alternativen auf: kaum sp\u00fcrbare Unterschiede zwischen einem Paar f\u00fcr 50 Franken und einem f\u00fcr 500 Franken \u2013 und vor allem oft entt\u00e4uschender Tragekomfort. Irgendwann stellte sich die Frage ganz von selbst: Warum nicht versuchen, dieses Problem selbst zu l\u00f6sen?<\/p>\n<p><strong>Sie haben sich daraufhin mit Kevin Fries zusammengeschlossen. Wie hat diese Begegnung das Projekt gepr\u00e4gt?<br \/>\n<\/strong>Ich brachte den Business-Hintergrund mit, doch es brauchte eine starke kreative Kraft. Ich dachte sofort an Kevin, mit dem ich bereits bei Coca-Cola an Eventprojekten zusammengearbeitet hatte. Als mehrfach international ausgezeichneter Designer bewegt er sich in vielen Bereichen \u2013 von M\u00f6beln \u00fcber Leuchten bis hin zur Mode. Er identifizierte sich sehr schnell mit der Idee und begann zu zeichnen. Es entstanden \u00fcber 1000 Skizzen! Wir wollten weg vom klassischen Business-Schuh und dabei eine echte Eleganz bewahren.<\/p>\n<p><strong>Wann hat sich die Idee eines hybriden Schuhs durchgesetzt?<br \/>\n<\/strong>Zun\u00e4chst ging es darum, unsere Intuition zu \u00fcberpr\u00fcfen. In Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Freiburg f\u00fchrte eine Studentin eine umfassende Marktanalyse durch, die zudem mit der Bestnote bewertet wurde. Diese Arbeit best\u00e4tigte das Marktpotenzial und strukturierte unsere weiteren Entwicklungsschritte. W\u00e4hrend wir anf\u00e4nglich an eine modernisierte traditionelle Sohle dachten, f\u00fchrte uns die Analyse zu einer sneaker\u00e4hnlichen Sohle, die besonders innovativ ist und zu einer Premium-Positionierung passt.<\/p>\n<p><strong>Die ersetzbare Sohle ist ein zentrales Element von KANREY. Was war die urspr\u00fcngliche Idee dahinter?<br \/>\n<\/strong>Es handelt sich nicht nur um eine technische Innovation, die zudem lange Testphasen erforderte. Sie ist auch eine Antwort auf die Wegwerf-Logik, die in der Modebranche weit verbreitet ist und keinen Sinn mehr ergibt. Hochwertiges Leder altert gut, doch die Aussensohle \u2013 also der Teil mit Bodenkontakt \u2013 nutzt sich ab. Deshalb haben wir eine L\u00f6sung entwickelt, bei der nur diese Aussensohle ersetzt wird: Jedes Paar wird mit einem Ersatzteil geliefert, das sich problemlos beim eigenen Schuhmacher montieren l\u00e4sst, und weitere Sohlen k\u00f6nnen separat nachbestellt werden.<\/p>\n<p><strong>Sie haben auch an das Recycling des Schuhs am Ende seines Lebenszyklus gedacht\u2026<br \/>\n<\/strong>Diese Frage war von Beginn an Teil der Produktkonzeption. Wenn ein Paar nicht mehr getragen werden kann, kann es zur\u00fcckgegeben und in ein Recyclingprogramm integriert werden, das wir gemeinsam mit einem Partner in Portugal entwickelt haben. Der Schuh wird zerkleinert und zu einem Pulver verarbeitet, das unter anderem als Rohmaterial f\u00fcr neue Aussensohlen dient. Der gesamte Prozess findet lokal statt \u2013 in einem Umkreis von rund zehn Kilometern um den Produktionsstandort.<\/p>\n<p><strong>Warum haben Sie sich f\u00fcr Portugal als Produktionsstandort entschieden?<br \/>\n<\/strong>Wir haben viele Optionen gepr\u00fcft: Italien, Spanien, Schweiz. Portugal \u00fcberzeugte letztlich durch sein historisches Know-how, insbesondere im Bereich Sneakers, sowie durch die F\u00e4higkeit, kleinere Serien zu produzieren. Eine europ\u00e4ische Produktion war f\u00fcr uns zentral. Nach Covid ergaben sich neue M\u00f6glichkeiten, und wir fanden Partner, die dieses Qualit\u00e4tsniveau umsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Sie haben mit dem Institut Swissbiomechanics an der Passform gearbeitet. Warum war das so wichtig?<br \/>\n<\/strong>Komfort ist der wahre Gral des Schuhs\u2026 und er entscheidet sich auf wenige Millimeter genau! Wir wollten den Komfort eines Sneakers mit der \u00c4sthetik eines eleganten Schuhs verbinden. Swissbiomechanics unterst\u00fctzte uns bei der Analyse des Abrollverhaltens des Fusses, der Pr\u00e4zision der Passform und der gesamten Konstruktion. Diese Kombination aus Design, Biomechanik und handwerklichem Know-how war entscheidend.<\/p>\n<p><strong>KANREY ist in Freiburg verankert und richtet sich gleichzeitig an einen internationalen Markt. Welche Rolle spielte das lokale \u00d6kosystem?<br \/>\n<\/strong>Als Freiburger erschien es mir selbstverst\u00e4ndlich, die Marke in Freiburg zu gr\u00fcnden. Dort fanden wir rasch starke Partner: die Universit\u00e4t Freiburg, die Hochschule f\u00fcr Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR), genauer das Institut f\u00fcr angewandte Kunststoffforschung (iRAP), sowie Fri Up f\u00fcr Coaching und Businessplan-Entwicklung und Seed Capital f\u00fcr die Finanzierung. Ang\u00e9loz Mode war unser erster Vertriebspartner. Heute sind wir bei verschiedenen Fachh\u00e4ndlern in Gstaad und Z\u00fcrich vertreten und voraussichtlich bald auch in Lausanne, Genf und Basel. Unser Onlineshop erm\u00f6glicht es uns zudem, eine internationale Kundschaft zu erreichen.[\/vc_column_text][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_gallery type=&#8220;image_grid&#8220; images=&#8220;4095,4083,4092,4110,4113,4104,4101,4089,4086,4098,4080,4107,4116&#8243; css=&#8220;&#8220;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][\/vc_column_inner][\/vc_row_inner][\/vc_column][\/vc_row][vc_row el_class=&#8220;pt-0&#8243;][vc_column][vc_row_inner][vc_column_inner width=&#8220;2\/12&#8243;][\/vc_column_inner][vc_column_inner width=&#8220;10\/12&#8243;][vc_single_image image=&#8220;4077&#8243; img_size=&#8220;full&#8220; css=&#8220;&#8220;][vc_column_text css=&#8220;&#8220;] Mit KANREY entwerfen Kuno Andrey (l.) und Kevin Fries eine andere Art, Eleganz zu tragen. 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